JU 52 - Alle Triebwerke arbeiten!
Sie ist behäbig. Sie hat Falten. Sie ist laut. Die gute alte Tante JU 52! Das dumpfe Grollen der drei großen 9-Zylinder-Sternmotoren und die Wellblech-Konstruktion machen sie unverwechselbar.
Audio: Anlassen der Sternmotoren
Audio: Start einer JU 52
Audio: Flug einer JU 52
Audio: Standlauf und Abschalten
Die JU 52 gehört zu den bekanntesten Entwicklungen des Ingenieurs Hugo Junkers. Sie ist bis heute ein Synonym für Zuverlässigkeit, Sicherheit und Qualitätsarbeit und prägte die zivile Luftfahrt wie nur wenige andere Flugzeuge.
Für die Luft Hansa wurde sie bereits kurz nach ihrem Erstflug im Mai 1932 zum Standard-Flugzeugtyp und bewährte sich so gut, dass sechs Jahre später nahezu 75 % des gesamten Luftverkehrs mit ihr abgewickelt wurden. Passagiere schätzten ihren hohen Komfort ebenso wie den sicheren und pünktlichen Betrieb. Auch schwierige Strecken wie z. B. über die Alpen meisterte sie zuverlässig.
Die JU galt als fast unzerstörbar. Nachdem sie sich 1932 in Zürich auf einem Internationalen Verkehrsflugzeugtreffen gegen Konkurrenten wie die Dornier Do K3 oder die Fokker F. XII durchgesetzt hatte, stieß sie auf dem Heimweg in der Nähe von München frontal mit einem Schuldoppeldecker zusammen. Trotz erheblicher Schäden am Rumpf, an Leitwerk und Fahrwerk konnte der Pilot sie auf freiem Feld notlanden.
Tante JU konnte auf kleinsten Äckern landen und flog auch nach Beschuss schwer beschädigt weiter. Sie wurde als Lazarett- und Transportflugzeug für Hilfsmittel eingesetzt. Mit ihr wurden Soldaten gerettet. Sie fliegt noch immer!


